Im Herbst hängen in vielen Gärten mehr Äpfel am Baum, als eine einzelne Familie verarbeiten kann. Viele davon fallen ungenutzt zu Boden, obwohl sie sich hervorragend zu Saft verarbeiten liessen. Eine eigene Presse anzuschaffen, lohnt sich für die meisten Haushalte jedoch nicht, da sie nur wenige Male im Jahr gebraucht wird.
Ein gemeinsamer Mosttag mit den Nachbarn löst dieses Problem auf angenehme Weise. Wer eine Presse besitzt, stellt sie für einen Tag zur Verfügung, und alle bringen ihre überschüssigen Äpfel mit, um sie gemeinsam zu verarbeiten. So kommt die Presse auf einen Schlag richtig zum Einsatz.
Ein geselliger Anlass mit praktischem Nutzen
Ein solcher Tag lässt sich gut mit einem gemeinsamen Zvieri verbinden, während die Äpfel gewaschen, geschnitten und gepresst werden. Die Arbeit verteilt sich auf mehrere Hände, wodurch selbst grössere Mengen an Äpfeln in überschaubarer Zeit verarbeitet werden können.
Am Ende des Tages nimmt jede Familie ihren eigenen Saft mit nach Hause, ohne dass jemand eine eigene Presse kaufen oder lagern musste. Die Äpfel, die sonst am Boden verfault wären, finden so eine sinnvolle Verwendung für den ganzen Winter.
Ein solcher Mosttag lässt sich gut zur jährlichen Tradition machen, auf die sich Nachbarn und Freunde im Herbst freuen. Mit der Zeit wird daraus ein fester Termin, der die Nachbarschaft zusammenbringt und gleichzeitig dafür sorgt, dass keine Ernte verschwendet wird.
Es lohnt sich, den Termin frühzeitig im Jahr anzukündigen, damit alle Beteiligten ihre Ernte rechtzeitig einplanen und sammeln können. Wer weiss, dass demnächst ein gemeinsamer Presstag ansteht, lässt weniger Äpfel ungenutzt am Boden liegen und sammelt sie stattdessen gezielt für diesen Anlass.
Auch die Aufgabenverteilung lässt sich von Jahr zu Jahr verbessern, etwa indem verschiedene Familien abwechselnd für Waschen, Schneiden oder das eigentliche Pressen zuständig sind. So bleibt der Aufwand für jede einzelne Person überschaubar, während der gemeinsame Ertrag am Ende allen zugutekommt.