Eine einfache Liste für alles, was gerade verliehen ist

Landschaftsillustration

Wer gerne aushilft und Dinge verleiht, kennt das Problem: Nach ein paar Wochen weiß man nicht mehr genau, wer die Bohrmaschine hat oder bei wem die Leiter gerade steht. Das führt nicht selten zu Missverständnissen, obwohl beide Seiten es eigentlich gut gemeint haben.

Eine einfache Lösung ist eine kurze schriftliche Liste, die an einem festen Ort im Haus hängt oder in einem Notizbuch geführt wird. Dort wird notiert, was verliehen wurde, an wen und ungefähr für welchen Zeitraum. Das klingt nach wenig Aufwand, spart aber viel Kopfzerbrechen später.

Eine Gewohnheit, die sich schnell lohnt

Am Anfang mag es sich seltsam anfühlen, jede Kleinigkeit aufzuschreiben. Doch schon nach den ersten Malen merkt man, wie viel leichter es fällt, den Überblick zu behalten, gerade wenn mehrere Dinge gleichzeitig unterwegs sind, etwa bei einer Umzugshilfe oder einem Gartenprojekt mit mehreren Nachbarn.

Die Liste hilft auch dabei, freundlich und ohne Vorwürfe nachzufragen, falls ein Gegenstand länger als erwartet ausbleibt. Ein kurzer Blick auf das Datum reicht, um zu wissen, ob eine Erinnerung angebracht ist, ohne dass es sich wie eine Kontrolle anfühlt.

Mit der Zeit wird eine solche Liste zur Gewohnheit, die das Verleihen insgesamt entspannter macht. Man traut sich eher, öfter etwas anzubieten, weil man weiß, dass nichts einfach in Vergessenheit gerät. So bleibt das Ausleihen unter Nachbarn und Freunden eine unkomplizierte Sache, von der am Ende alle profitieren, ohne dass ständig neue Dinge angeschafft werden müssen.

Praktisch ist es außerdem, die Liste an einem Ort zu führen, den alle im Haushalt kennen, etwa an der Innenseite eines Küchenschranks oder auf einer Tafel im Flur. So kann auch jemand anderes im Haushalt Auskunft geben, falls gerade nachgefragt wird, wo ein bestimmter Gegenstand geblieben ist, ohne dass eine einzelne Person alles im Kopf behalten muss.

Wer merkt, dass ein Gegenstand über längere Zeit nicht zurückkommt, kann anhand der Liste auch entscheiden, ob es sich überhaupt lohnt, ihn zurückzufordern, oder ob er ruhig beim anderen bleiben darf. Manchmal stellt sich dabei heraus, dass die verliehene Sache beim Nachbarn ohnehin viel öfter gebraucht wird als im eigenen Haushalt, und aus dem Leihen wird ganz nebenbei ein dauerhaftes Geschenk.