Gebrauchte Dinge ausdrücklich auf dem Wunschzettel erlauben

Landschaftsillustration

Wunschzettel enthalten meist Dinge, die neu gekauft werden sollen, ohne dass jemand groß darüber nachdenkt. Dabei gibt es viele Gegenstände, bei denen ein gebrauchter Zustand überhaupt keine Rolle spielt, solange sie noch gut funktionieren und ihren Zweck erfüllen.

Ein kurzer Hinweis auf dem Wunschzettel kann das deutlich machen. Ein Satz wie der, dass gebrauchte Bücher, Spiele oder Werkzeuge ebenso willkommen sind wie neue, nimmt Schenkenden die Unsicherheit, ob ein gebrauchtes Geschenk überhaupt in Ordnung wäre.

Schenkende bekommen mehr Freiheit

Für viele ist es eine Erleichterung zu wissen, dass sie nicht zwingend ein neues Geschäft aufsuchen müssen. Ein gut erhaltenes gebrauchtes Buch oder ein Spiel, das nur einmal gespielt wurde, kann genauso viel Freude bereiten wie ein originalverpacktes Geschenk, wenn beide Seiten offen damit umgehen.

Diese Offenheit lässt sich auch auf andere Anlässe übertragen, nicht nur auf große Feste. Wer regelmäßig erwähnt, dass gebrauchte Dinge willkommen sind, schafft in der eigenen Familie und im Freundeskreis eine Selbstverständlichkeit, die vielen am Ende Geld und unnötige Neuanschaffungen erspart.

Am Ende profitieren alle Seiten von dieser kleinen Änderung der Erwartung. Schenkende müssen weniger suchen, Beschenkte bekommen oft genau das, was sie sich gewünscht haben, und insgesamt werden weniger neue Dinge produziert, nur um kurz darauf im Schrank zu verschwinden.

Besonders bei Kindern lohnt es sich, diesen Gedanken früh einzuführen. Wenn gebrauchte Bücher oder Spiele ganz selbstverständlich neben neuen Dingen auf dem Wunschzettel stehen, verlieren sie ihren vermeintlichen Makel, und die Kinder lernen, dass der Wert eines Geschenks nicht davon abhängt, ob die Verpackung noch original war.

Auch innerhalb der Familie kann ein solcher Hinweis Gespräche erleichtern, etwa wenn Großeltern unsicher sind, was sie schenken sollen. Der klare Hinweis, dass Gebrauchtes willkommen ist, nimmt ihnen die Sorge, mit einem gebrauchten Geschenk etwas falsch zu machen, und macht das Schenken für alle Beteiligten entspannter.

Wer mag, kann sogar konkrete gebrauchte Wünsche nennen, etwa eine bestimmte Buchreihe aus zweiter Hand oder ein bestimmtes Spiel, das gebraucht genauso gut funktioniert wie neu. Das erleichtert die Suche zusätzlich und sorgt dafür, dass am Ende wirklich etwas verschenkt wird, worüber sich der Beschenkte von Herzen freut.